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Kathedrale der russisch-orthodoxen Kirche

Land
Österreich
Auftraggeber
Russisch-Orthodoxe Kirche
Zeitraum
Planung 2004-2006; Bauzeit 2006-2007

Geschichte
1885 wurde Erzpriester ALEXANDER Nikolajewskij aus Reval zum Pfarrer in Wien ernannt, der den Bau einer orthodoxen Kathedrale verwirklichte. Er machte sich mit großem Eifer an die Sammlung der Spenden. Die aufgebrachte Summe erwies sich als unzureichend zum Bau einer auch nur kleinen Kirche. Daraufhin sandte der russische Botschafter A. B. Lobanov-Rostovskij ein Bitt­gesuch nach St. Petersburg und erhielt eine Anweisung von 400.000 Rubeln für den Kirchenbau. Die Gestaltung der Innenräume und der Sakristei wurde durch Spenden von Privatpersonen verwirklicht.

Für den Bau der Kathedrale stellte die russische Botschaft einen Platz in ihrem Garten zur Verfügung. Am 3. Oktober 1893 erfolgte mit dem Segen des Metropoliten von St. Petersburg und Ladoga PALLADIJ die Grundsteinlegung der Kathedrale. Die Bauarbeiten wurden nach dem Entwurf des Akademiemitglieds Grigorij Kotov unter der Leitung des italienischen Architekten Cavaliere (Ritter) Luigi Giacomelli durchgeführt und im Jahre 1899 beendet. Die Weihe der Kathedrale zum heiligen Nikolaus wurde am 4. (17.) April 1899 durch den Erzbischof von Chelm und Warschau, IERONIM, vorgenommen. 

Sanierung
Unter der Leitung von Dombaumeister Architekt DI Wolfgang Zehetner erfolgte die Generalsanierung der Fassade wie auch aller Innenräume. Spenden aus Moskau halfen auch dabei mit, die notwendigen Mittel für die aufwändigen Vergoldungen der Zwiebeltürme sowie die Deckenmalereien in der Oberkirche aufzubringen.

Technisches Projekt
Besondere Anforderungen an die Haustechnik stellten sich  bei diesem historischen Gebäuden einerseits durch die einzuhaltenden Klimabe­dingungen zur Erhaltung des aus Holz gefertigten Altarraumes sowie durch den, zum Schutz der historischen Bausubstanz notwendigen, Ein­schränkungen bei den haustechnischen Einbau­ten und Leitungsführungen.

Die Beheizung erfolgt über Gebläsekonvektoren, welche in der Oberkirche vollständig in den Außenwänden versenkt sind und über mehrere Temperatursensoren gesteuert werden. Zum  Schutz der Deckenfresken wird die Luftfeuchtig­keit in der Kirchenkuppel erfasst und über eine Abluftanlage innerhalb einer definierten Schwan­kungsbreite gehalten. Zur Vorkonditionierung der Frischluft erfolgt die Luftansaugung über einen Erdkollektor.

Technische Daten

Nutzfläche 1.500 m²
Heizungsanlage 120 kW
Lüftungsanlagen 2.500 m³/h


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