Projekt: Demand Response Potential in Industrie und Gewerbe in Österreich

Unter Lastverschiebungen im Bereich Smart Grid werden meist Verschiebungen in Haushalten verstanden. Der Ansatz in diesem Projekt ist, die Lastverschiebungspotenziale in der österreichischen Industrie zu erheben. Vorrangig werden jene Potenziale gesucht, welche ohne Kosten verschoben werden können bzw. werden auch die Kosten einer möglichen Verschiebung ermittelt. Dazu werden die konkreten Potenziale bei ca. 30 Standorten konkret ermittelt und in weiterer Folge mittels Branchenanalysen das gesamte österreichische Potenzial ermittelt.

Ziele

Nachfrageseitige Maßnahmen können die Energie- und Rohstoffeffizienz auf kosteneffiziente Art und Weise erhöhen und sind wesentliche Elemente in zukünftigen Energiesystemen.

Maßnahmen zur Verschiebung von elektrischen Lasten ermöglichen die Reduktion der bereitzustellenden Spitzenlast, die ansonsten durch Spitzenlastkraftwerke aufgebracht werden muss. Bestimmte Typen von Demand Response Programmen eignen sich weiters zur kostengünstigen Bereitstellung von Regel- und Ausgleichsenergie. Demand Response Programme können durch die Verschiebung elektrischer Lasten einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von CO2 Emissionen und zur Erfüllung von Klimaschutzzielen zu leisten.

Ziel dieser Studie ist, die technischen und wirtschaftlichen Potenziale für Lastverschiebung in Österreich in Industrie und Gewerbe zu identifizieren und deren Kosten zu ermitteln, um eine Entscheidungsgrundlage für Regulator und politische Entscheidungsträger zu liefern. Aufgrund hoher technischer Potenziale bei zugleich geringeren spezifischen Implementierungskosten kann in den Bereichen Industrie und Gewerbe von einem hohen Umsetzungspotential ausgegangen werden, das auch wirtschaftlich attraktiv ist.

Ergebnis

  • Darstellung der ermittelten Lastverschiebungspotenziale und deren Auswirkungen auf das Gesamtsystem in Form von Cost-curves abhängig von z.B. zeitliche Verfügbarkeit, Vorlaufzeiten für Demand Response Aktivitäten, etc.
  • Analyse des Lastverschiebungspotenzials in einer Modellregion; Darstellung der Ergebnisse in Form von Cost Curves
  • Ableitung von Handlungsempfehlungen für politische Entscheidungsträger, Regulator und sonstige Stakeholder (Sozialpartner)
  • Verbreitung der Ergebnisse über bestehende Forschungs- und Industrieplattformen, Netzwerke, Symposien und Kongressen sowie eine eigene Projekthomepage
  • Da die Verschiebung elektrischer Lasten zugleich ein Ersatz für (noch zu entwickelnde) elektrische Speicher ist, werden die Ergebnisse dieser Studie (Cost Curves) außerdem mit den Kosten verfügbarer bzw. zukünftiger Speichertechnologien- verglichen.